Iris Sadlowski
Dipl. Volkswirtin / Dipl. Sozialpädagogin (BA)
Curriculum Vitae
1964: Verheiratet. Sohn Daoud (5J), Sohn Ruben (3J).
Studium:
1990 - 1996: Diplom-Volkswirtin (Schwerpunkt International Lateinamerika), Universität Tübingen. Diplomarbeit „Neue institutionenökonomische Ansätze in der Kommunalpolitik“ (Netzwerkökonomie, Verwaltungsreform, Regionalpolitik).
1991: Politikwissenschaften (parallel) Universität Tübingen, Zwischenprüfung 1993. Thema: Neue Sozialpolitik Venezuelas.
1985 - 1988: Sozialpädagogik/-arbeit mit Schwerpunkt: Soziale Arbeit in der Verwaltung; Migration; Gemeinwesenarbeit. Berufsakademie Villingen-Schwenningen.
Ausland:
1992: (Universidad de los Andes, Mérida Venezuela) Auslandssemester: Interdiszipl. Arbeitsgruppe 'Armut in Mérida'. Im Rahmen eines Kooperationsvertrages mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät Tübingen
1988 / 89: (Universidad de Guadalajara, Mexiko) Auslandssemester "Maestría de Sociología", Spanisch und Landeskunde
Mitgliedschaft:
HDCA - Human Development and Capabilities Association (Cambridge, USA ). Besuch der Summerschool und Jahreskonferenz 2008 in Dehli, Indien.
VSOP - Verein für Sozialplanung e.V. (Speyer).
„Stadt 2030“ (DIFU Berlin/ Stadt Esslingen) Mitglied im wissenschaftlichen Beirat
Berufserfahrung:
Ab 7 / 2000: Sozialplanerin mit Controlling Landkreis Tübingen
Seit SoSe 2000: Lehraufträge „Mikroökonomik“ und "Sozialplanung" - International Business School Fachhochschule Reutlingen; Hochschule für Sozialwesen Esslingen
1998 - 2000: Sozialplanerin (Stabstelle im Sozialamt) - Stadt Esslingen am Neckar
1997: Bundesmodellprojekt Verwaltungsreform Jugendamt und freie Träger - Stadt Stuttgart
1997: Regionalisierung der Wirtschaftspolitik in Baden-Württemberg. Auftraggeber: Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg. - Institut für angewandte Wirtschaftsforschung, IAW, Tübingen
1994: Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik, Recht und öffentliche Verwaltung: Vorbereitung einer internationalen Tagung zur 'Sozialpolitik in urbanen Zentren Lateinamerikas' - Gesellschaft für technische Zusammenarbeit, GTZ, Eschborn und in Bogotá, Kolumbien bei der Friedrich-Ebert-Stiftung Kolumbien
WS 93/94: Projekt: "Ökonomische Situation von Schwerbehinderten". Wissenschaftliche Hilfskraft. - Institut für angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) in Tübingen
1993: DAAD- Stipendium Projektarbeit - Instituto para la Producción e Investigación de la Agricultura Tropical (IPIAT), Mérida, Venezuela
1998 & 1999: Ausbildung zur systemischen Organisationsentwicklung und –beratung - FOBIS Holzgerlingen (Zweijährige berufsbegleitende Ausbildung)
Dissertation
Titel der Dissertation
Armut an Verwirklichungschancen bei Kindern. Amartya Sens Capability-Konzept und Kinderarmut in DeutschlandZiel der Arbeit
Ziel der Arbeit ist die Entwicklung eines stringenten Gesamtkonzeptes auf der Basis des Capability-Ansatzes (Verwirklichungschancenansatz) für Beschreibung und Analyse der Situation von denjenigen Kindern in Deutschland, die arm an Verwirklichungschancen und damit einem Armutsrisiko ausgesetzt sind.
Der Capability-Ansatz - im Gegensatz beispielsweise zu monetären Ansätzen oder der utilitaristischen Wohlfahrtstheorie – ist ein mehrdimensionaler Ansatz. Fundiert durch die grundlegenden Arbeiten von u.a. Ökonomie-Nobelpreisträger Amartya Sen sowie dem darauf aufbauenden Capability-Ansatz soll diskutiert werden, wie wir zukünftig Berichte über Kinderarmut verfassen können, die uns – Wissenschaftlern, Politikern und Praktikern - einerseits eine genaue Analyse erlauben, andererseits auch Handlungsmöglichkeiten aufzeigen, aber nicht ohne Achtung vor dem Sein und der Sicht der Kinder selbst.
„Verwirklichungschancen“ - schon der Begriff umfasst Veränderung und Entwicklung und dadurch scheint dieser Ansatz wie geschaffen zu sein, um besonders die Lage von Kindern fundiert darzustellen und zu untersuchen. Denn dieser Lebensabschnitt „vor dem Erwachsenenalter“ ist einerseits bedeutsam durch seinen Eigenwert und andererseits wichtig, weil in der Phase der Kindheit (und Jugend) die Grundlagen für die Realisierung von Lebenszielen im Erwachsenenalter geschaffen werden. Für Kinder wurde der Verwirklichungschancenansatz in Deutschland noch nicht weiterentwickelt und angewandt. An dieser Stelle setzt meine Arbeit ein.


